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Der Abkanzler auf Demontage

Der fleißige Kanzler
Der volkstümliche Kanzler
Die Reichen sind arm dran in Deutschland. Sie stöhnen unter einer erdrückenden Steuerlast. Sie brechen fast zusammen. Sie müssen dringend entlastet werden. Dafür müssen die Ärmeren zurückstecken. Das ist das eherne Gesetz der sozialen Marktwirtschaft.

Bei der letzten Steuerreform hat der Finanzminister den großen Unternehmen und den Super-Reichen zig Milliarden Euro geschenkt. Die fehlen jetzt. Deshalb geht Gerhard Schröder mal wieder auf Demontage, auf soziale Demontage.

Vor dem Schaden wird beim Sozialabbau für den Spott gesorgt. Arbeitslose, Kranke, Rentner und Sozialhilfe - Empänger werden regelmäßig als Faulenzer, Drückeberger und Schmarotzer an den Pranger gestellt. Niemand kann das besser als Gerhard Schröder. Mit einem flotten Spruch, z.B. von den faulen Arbeitslosen, bläst er zum Angriff. An allen Stammtischen, in allen Medien und an allen Medien-Stammtischen (Talkshows) greift man froh und voller Begeisterung das immer wieder als neu verkaufte Thema auf. Jeder "Reform" geht eine Hetze voraus, jede wird von gehässigem Eifer begleitet. Und immer mehr Menschen fallen auch noch darauf herein. Steter Tropfen höhlt den Stein. Kein Vorwurf ist dumm genug. "Experten" bestätigen alles. Gerade zur rechten Zeit führen sie die passenden Untersuchungen durch, die alle Anschuldigungen beweisen. Das ist das Grundgesetz der Propaganda.

Der Kanzler sieht sich schließlich zum Handeln gezwungen. Er steht in der Pflicht. Die nächste Runde des Sozialabbaus kann losgehen. Wenn in der SPD mal ein paar meckern, stellt er halt wieder die Vertrauensfrage und droht mit dem Rücktritt. Basta!

Mit der Agenda 2010 werden ungefähr 7 Millionen neue (nein, nicht Arbeitsplätze) Arme geschaffen. Es wird gelingen, ihre heutige Zahl fast zu verdoppeln. Nahezu jeder fünfte Mensch wird dann arm sein in Deutschland.  Wenn das keine durchgreifende "Reform" ist!
Die Leute verstehen das Wort "Reform" leider nicht richtig. Es bedeutet nicht "Verbesserung", sondern Rückführung in einen vergangenen Zustand, als alles noch so schön war. Wenn für die armen Unternehmer die wunderbaren  Bedingungen des 19.Jahrhunderts  wieder erreicht werden sollen, haben wir noch viel vor uns:
Kinderarbeit, 12-Stunden-Tag, Abschaffung der Sozial - Versicherung usw.  Die Sache mit der Sozial - Versicherung haben SPD und Grüne beinahe geschafft. Der Abkanzler hat aber auch schon versprochen, dass die Agenda 2010 noch lange nicht ausreicht. Es wird immer so weiter gehen. Da wird kein Halten sein. Wir, das heißt: die meisten von uns, sind in der Abwärts - Spirale, nur die Armen an der Spitze nicht: die Unternehmer, ihre Politiker und die Schreibtischtäter in den Redaktionen der Propaganda - Medien.

England ist weit voraus. Als Margaret Thatcher ein paar Jahre im Amt war, konnte man die für damalige Zeiten erschütternden Schlagzeilen von erfrorenen Rentnern lesen. Sie hatten die Wahl zu hungern oder zu frieren. Manche haben eben lieber gegessen.

Kann eigentlich jemand von der SPD sagen, was dieses S da soll? Heißt das Schröder?


Wir leben in der besten aller möglichen Welten. Millionen in der sogenannten Dritten Welt verhungern jedes Jahr, damit einige wenige Reiche Abermillionen ansammeln können. Sie werden niemals ihr Geld vollständig ausgeben können. Aber sie sind selbstlos und denken immer nur an die anderen, die sie billig arbeiten lassen und denen sie das Leben schwer oder unerträglich machen können.