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Eggerik Beninga

 

 

 

 

 

nebenstehend:

Das Grabmal Beningas in der Kirche von Grimersum

Eggerik Beninga

 

Eggerik Beninga wird 1490 als Häuptlingssohn in Grimersum geboren. 1514 nimmt er im Gefolge Edzard I. von Ostfriesland an einem Feldzug in Groningen teil. Er erwirbt sich das Vertrauen seines Herrn, der Eggerik Beninga 1524 zum Drosten und Amtmann von Leerort macht. Beninga baut während seiner Amtszeit die Festung aus.
 
Kurz nach dem Tod Edzards I. verschafft 1528 sein Sohn Edzard II. Eggerik Beninga die Pfründe eines Propstes von Weener und Hatzum mit Zustimmung des (katholischen) Bischofs von Münster: das ist ein lukrativer Posten, den Beninga als Anhänger der Reformation behält. Er stellt sogar evangelische Prediger an.

Eggerik Beninga ist ein wichtiger Berater des zweiten Edzard und seiner Frau Anna, natürlich auch nach dessen Tod im Jahr 1540.

So nimmt er eine führende Rolle bei den Auricher Hexenprozessen von 1543 ein, die mit dem Tod von 19 Menschen, darunter einem Mann, enden.

Er berät die Gräfin Anna bei der Abfassung ihrer Polizei-Ordnungen von 1545 und 1556.

Eggerik Beninga scheint einige Zeit im „Konkubinat" mit Anna Fertmanns gelebt und mit ihr zwei Söhne gehabt zu haben. 1532 heiratet er standesgemäß die Häuptlingstochter Gela von Borssum. Die Ehe bleibt kinderlos. So läßt Beninga seine beiden  unehelichen Söhne schließlich durch Kaiser Karl V. legitimieren.

Beninga stirbt 1562 in Grimersum.

Eggerik Beninga hat die berühmte „Cronica der Fresen" geschrieben und ist daher eine Autorität in Ostfriesland.

Sein Leben läßt sich mit etwas weniger Wohlwollen und Ehrfurcht, als ihm allgemein entgegengebracht wird, auch etwas anders deuten. Man könnte ihn leicht für einen Mann halten, der für seine Karriere im Dienste des Herrscherhauses und für seinen Nachruhm über das Schicksal anderer, ohne zu zögern, hinweggeht.