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Es steht ein Soldat am Hindukusch

 

an den Kirchturm gepappt Im zweiten Weltkrieg geboren, wuchs ich in der Adenauer-Zeit auf. Alle Traditionen waren am Leben geblieben. Man sang die alten Schnulzen. Sehr gern wurde das Lied von dem Soldaten am Wolgastrand zu Gehör gebracht, rührend, voll Schmalz. Zwischendurch benahmen sich einige ungefähr aus meiner Generation daneben. Sie nannten sich 68er. Sie haben schnell gelernt, sie führen wieder Krieg. Sie sorgen dafür, daß oben und unten wieder klar geschieden sind, daß die Armut der Masse für die Reichen sich lohnt.
Eine so ungerechte Ordnung muß mit allen Mitteln und überall verteidigt werden. Wie früher muß auch heute wieder der deutsche Soldat am Ende der Welt für Deutschland Wache stehen

"in dunkler Nacht allein und fern,
es leuchtet ihm kein Mond, kein Stern,
regungslosdie Steppe schweigt,
eine Träne ihm ins Auge steigt."
im Schilderwald

Hat General Günzel nach seiner Entlassung geweint?

Wie? Wer Günzel ist? Na dieser "verwirrte" Einzelfall von General. Der Chef der "Elite"-Einheit der Bundeswehr, der Spezial-Einsatzkräfte KSK. Der die antisemitische Rede eines gewissen CDU-Bundestags-Abgeordneten so toll fand.

Oder freut Günzel sich jetzt über seine Pension, die ein Vielfaches der Durchschnittsrente beträgt? Wir wissen es nicht. Wir wissen auch nicht, was er mit seiner "Elite"-Einheit in Afghanistan so alles gemacht hat. Wir werden es so schnell nicht erfahren. Es ist geheim. Wenn wir es erführen- würde das der Sicherheit oder dem Ansehen dieses Staates mehr schaden?

Wir wissen aber, daß 30% der Studierenden an Bundeswehr-Hochschulen eine "national-konservative Überzeugung" haben. So niedlich kann man das umschreiben.

Wir wissen auch, daß es einige Zeit gedauert hat, bis christliche Herrenmenschen wieder einmal mit antisemitschem und rassistischem Gerede an die Öffentlichkeit getreten sind, die Sau rausgelassen haben. Davor hat erst einmal unser Kanzler einige verbale volle Breitseiten gegen Gruppen der Bevölkerung abgefeuert. Die Lehrer Niedersachsens nannte er "faule Säcke". Den Langzeit-Arbeitslosen rief er zynisch zu, es gebe kein "Recht auf Faulheit". Mit dieser Begründung senkt er ihnen und den meisten von uns, die nicht zufällig gerade reiche Unternehmer sind, fleißig den Lebensstandard.

Wie die Schwaden eines Schwelbrands senkt sich der beißende Geruch der Gehässigkeit auf das Land und tötet jede menschliche Regung. Heiser, besinnungs- und gewissenlos bejubeln die Macher ihr Werk der Zerstörung. Gleichheit, Gerechtigkeit, Soldarität, Menschlichkeit? Das bringt nichts, das können wir uns schon lange nicht mehr leisten. Das ist was für Betonköpfe, Besitzstands-Wahrer, Traditionalisten, Bremser usw. blablabla. Und während sie die Gesellschaft immer ungerechter und menschenfeindlicher machen, setzen sich diejenigen, die sich selbst zu Vertretern der "Eliten" ernennen, fett in die Talkshows, wehklagen und schwätzen, zum Hohn, über den allgemeinen Werteverfall.

Die SPD hat aus dem "Skandal" ein paar Punkte herauszuschlagen versucht. Aber inzwischen ist der Fall für die Zeitungen, den Rundfunk und das Fernsehen gegessen.

Der weiteren Verbreitung von Gehässigkeit und "national-konservativen" Einstellungen haben dieser "Skandal" und die ebenso billige wie folgenlose und unkritische Empörung darüber keinen Abbruch getan.

Im Gegenteil: Nachdem der Kanzler die Arbeitslosen angemacht, die Mitglieder scharenweise aus der SPD getrieben und die Zahl ihrer Wähler halbiert hat, blieben ihm nur noch wenige zum Mobben übrig, als letzte die SPD-Führungs-Clique. So mußte er diesmal seine Genossen aus Niedersachsen nehmen und sie "fertigmachen".

War ja auch schlimm, daß der Generalsekretär nur knapp über die Hälfte der Stimmen bekam. Das kommt an SED - oder CSU - Ergebnisse bei weitem nicht heran. Ich schlage vor, daß alle Funktionäre der SPD einen Treue-Eid auf Schröder (oder den jeweiligen Großen Vorsitzenden) ablegen müssen, mit dem sie ihm ihre Gefolgschaft und garantierten Jubel zu allen seinen Vorschlägen bekunden.

 

 

Es steht ein Soldat in Emden-Borssum

"Dieser Soldat steht nicht am Wolgastrand, sondern im strengen Winter 1940/41 in Emden-Borssum."

So lautet die Bild-Unterschrift.
"


Auch in der Nazizeit hatte mancher sogenannte Schriftleiter zweifellos einen gewissen Humor.

 

 


Die Treue aber hatte natürlich in den damaligen Zeiten einen viel, viel höheren Stellenwert.



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